Leben

Emotionales Zonklotto im Halbtraum.

Es könnte durchaus alles unkompliziert und einfach laufen…

Manchmal fragt man sich was das Leben mit einem macht.Ist es Schicksal,Zufall,irgendwas dazwischen vermischt mit ein paar Fingerspitzen Glück und etwas Pech?Was überwiegt? Ist es Glück im Unglück oder doch Unglück im vermeintlichen Glück?Was ist es?Was macht das Leben da mit einem?

Gibt es sowas wie Schicksal überhaupt?Und was entscheidet über Erfolg oder Misserfolg?Was ist relevant?

Da fährt man fast 500 km in eine fremde Stadt,zu einer Person die man vorher lediglich von Telefonaten,Mails und SMS kannte und doch ist es eine der besten Entscheidungen jemals gewesen dies zu tun. Ein Gefühl als wäre man seines Gleichen begegnet,seinem männlichen Klon.Man lacht über die selben Dinge,hat die gleichen Interessen,mag das selbe Essen,besitzt die selben Moralvorstellungen und Werte…und all die anderen kleinen Dinge die,die Welt bedeuten.

Alles läuft prima,alles ist schön.Ein bisschen so lange gesuchtes Glück. Wieso sollte man erwarten das so etwas von Dauer ist?Weil man es sich wünscht?Weil man es verdient hat?Weil man weiß was einem alles bedeutet?Weil man bereit ist alles zu geben?

Erfahrungen haben Einfluss auf das Verhalten,definitiv.Behandelt dich jemand schlecht,so bist du vorsichtiger bei anderen Menschen.Vorsicht,nicht Abweisung.

Mein Herz schlägt voller Überzeugung.Meine Gedanken sind klar.Ich weiß was ich will,jedes Wort kommt von tief innen. Verunsicherung war nie eine Absicht…selten war ich mir bei einem Menschen so sehr sicher.Bereit jeden Schatten zu vertreiben,da zu sein.Ich will Sonne,ich will Meer.

Jemanden in dessen Augen ich mich verliere,jemanden der ohne Grund meine Hand nimmt und sie festhält.Jemanden bei dem Geborgenheit selbstverständlich ist.Bei dem jedes Wort noch Wert besitzt.

Es gibt ihn,er fehlt mir und momentan tut alles ein bisschen weh.

Egal was passiert,er wird immer ein besonderer Mensch für mich sein.

Gibt es so etwas wie Seelenverwandtschaft? – Ich würde sagen ja…es ist das Schönste was einem passieren kann,es ist wie etwas zu finden das man unbewusst sein Leben lang gesucht hat.

Das Sonnenscheinmädchen schwankt zwischen Hoffnung,Sehnsucht,Freude,Ratlosigkeit und ein bisschen Selbstzweifel. – Maybe I’m not good enough.

Ein ist stets präsentes,zwickendes „Was wäre wenn?“ das im gleichen Moment ein starkes Ja nach sich zieht.

Ich hoffe,ich glaube,ich will was Echtes,keine Distanz.

Vielleicht bin ich nicht perfekt,doch wer Perfektion sucht wird ewig rastlos und unglücklich sein weil er all das wertvolle übersieht.

Warum Kieselsteine wenn man auch Diamanten haben kann?Denkt mal darüber nach. (:

 

 

This war-ship is sinking but I still believe in anchors.

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The Pursuit of Happiness

Wusstet ihr,dass das Streben nach Glück als ein originäres und individuelles Freiheitsrecht in der Bill of Rights steht und somit als Grundrecht einklagbar ist?

Erstaunlich oder?Doch was ist solch ein „Grundrecht“ heute wert?Ist es überhaupt realistisch Glück als ein Recht anzusehen?Und was ist eigentlich Glück?

Die Wissenschaft geht derartigen Fragen schon lange nach,egal ob in der Psychologie,Philosophie,Neurobiologie,Soziologie oder aber in der Ökologie.

In jedem der genannten Bereiche gibt es zahlreiche Studien und Erkenntnisse,fundiertes Wissen und auf der anderen Seite jedoch gleichzeitig eine Menge Fragezeichen.

Aus der Neurobiologie wissen wir,dass bestimmte Botenstoffe zum Beispiel die berühmten  Endorphine oder Neurotransmitter wie Serotonin oder Dopamin  durch die Ausübung verschiedenster Aktivitäten ( vom Schokolade essen bis Sex ) ausgeschüttet werden.

Ist Glück bzw. das Empfinden von Glück also lediglich eine chemische Formel die nach der immer gleichen Rezeptur funktioniert?Schwer zu glauben,denn wir fühlen uns in unserer Ganzheit als geistige Wesen.Wir Denken eigenständig,,empfinden und handeln.Es würde wohl das halbe Menschenbild auf den Kopf stellen wenn man davon ausginge jede einzelne Empfindung basiere auf ein paar chemischen Abläufen…

Jeder ist seines Glückes Schmied,so heißt es im Volksmund.Jedoch kann eine winzige Variable ausreichen und das so sehr angestrebte Glück zerplatzt wie eine Seifenblase.Die Äußeren Faktoren,das Umfeld,die Situation in der man sich befindet spielen also eine tragende Rolle auf der ewigen Suche nach dem Mehr.

Generell unterscheidet man drei Arten von Wohlbefinden in Verbindung mit Glück,wovon aber lediglich zwei relevant für die Glücksforschung sind.Zum einen das emotionale Wohlbefinden,das „Glücklichsein im Moment“ welches man bestimmt am häufigsten antrifft.Es hält einen Moment lang an,vielleicht auch ein wenig darüber hinaus.Wenn einem jemand eine Postkarte aus Indien schickt,jemand sagt „Du siehst heute aber hübsch aus.“ oder man eine Eins in der Mathe Klausur hat dann ist das emotionales Glück,man freut sich,hat Erfolg oder zumindest einen Teilerfolg.

Als kognitives Glück  bzw. Wohlbefinden dagegen wird etwas lang anhaltendes bezeichnet.Ein dauerhaftes Gefühl der Zufriedenheit mit dem Leben oder dauerhafter Empfindung von Glück.Hier findet eine Abwägung zwischen dem was man hat und dem was man will statt.

Man sieht also,dass Gefühle eine ebenso tragende Rolle spielen oder sie gar das Glück an sich sind.Sie sind verkörperte Informationen,die uns sehr schnell mitteilen ob wir etwas gut finden oder nicht.Es geht um Erfolg / Nichterfolg bzw. Glück / Unglück.Gefühle helfen uns dabei Entscheidungen zu treffen,im besten Fall sogar dabei glücklicher zu werden…

In der Utilitarismustheorie von Jeremy Bentham und John Stewart Mill heißt es „Streben nach Lust,vermeiden von Unlust.“ – Glück / Unglück.Mill ging ebenfalls davon aus,dass es zwei Arten von Menschen gibt,die mit „höheren“ Fähigkeiten welche stets nach Vollkommenheit und Glück streben,diese jedoch nie finden und die mit „niederen“ Fähigkeiten welche keine Vorstellung von Glück haben und somit leichter zufriedenzustellen sind.

An sich mag die Theorie halbwegs plausibel klingen,jedoch ist sie behaftet mit Vorurteilen,denn niemand kann sagen wer wie viel Pech oder Glück hat.Und noch weniger hat man das Recht über andere Menschen und ihre Fähigkeiten zu urteilen.

Man kann wohl nicht wirklich sagen was Glück ist.Es ist tatsächlich so etwas wie eine chemische Formel,nur kann niemand sagen was genau sie enthält oder wie viel man von den Zutaten braucht.Es sind zu viele Faktoren die Einfluss haben,es ist zu viel von allem.Und doch ist Glück das wunderbarste Gefühl das man haben kann.Man sollte es deshalb so lange festhalten und bewahren wie es nur geht.

Ein Mensch,der vorgibt nur durch seine Habe glücklich zu sein lügt.Niemand ist glücklich alleine durch Geld oder andere materialistische Werte.Der Mensch strebt zwar von Natur aus nach Anerkennung seines Gleichen aber ebenso nach emotionalen Bindungen.Man kann der reichste Mensch der Welt sein,wenn man niemanden hat mit dem man seine Ideen,seinen Reichtum und all das Andere teilen kann ist man doch im Herzen der ärmste Tropf.

Eine Zeit lang galten die Menschen auf Costa Rica und auch die Menschen auf Vanuatu als die glücklichsten der Welt.Und warum?Vermutlich weil sie noch nicht vergessen haben was es heißt Mensch zu sein.Sie haben nichts und sind dennoch glücklich,so glücklich wie es nur geht.Es ist bewundernswert und sollte als Beispiel dienen.Der Großteil der Menschen ist nur deshalb so unglücklich weil er vergessen hat was Glück bedeutet,weil es selbstverständlich scheint Dinge zu besitzen.Es ist wie ein Machtspiel bei dem es keinen Gewinner gibt weil alles im Materialismus und in der Oberflächlichkeit und im ständig steigenden Druck versumpft.

Es ist Zeit aufzuwachen.Es ist Zeit zu verstehen.Es ist Zeit zu handeln.Es ist Zeit etwas zu ändern.Es ist Zeit wieder Mensch zu sein.

Ein Mensch jedoch, der nicht völlig entfremdet ist, der noch immer empfindsam geblieben ist und noch fühlen kann, der noch nicht den Sinn für Würde verloren hat, der noch nicht käuflich ist, der am Leiden anderer selbst noch zu leiden vermag, der noch nicht vollständig in der Existenzweise des Habens lebt, kurzum jemand, der noch Person geblieben und nicht zum Ding geworden ist, ein solcher Mensch kann nicht anders, als sich in der heutigen Gesellschaft einsam, ohnmächtig und isoliert zu erleben.

Erich Fromm.

Wer bin ich?

Vermutlich stellt sich irgendwann jeder einmal die Frage wer man ist.Vermutlich tun das viele sogar öfters.Manche jedoch wohl öfters als andere.

Was bist Du?

Du bist ein Mensch der (durchschnittlich) zu etwa 2/3 aus Wasser,etwa 16 kg Kohlenstoff,4,5 kg Sauerstoff und zu ca. 1,5kg aus Stickstoff besteht.Die Anzahl der Atome aus denen du bestehst ist wesentlich größer als die Zahl der Menschen die jemals gelebt haben.

Du hast ein Herz das etwa faustgroß ist und hinter dem Brustbein liegt.Mit durchschnittlich 50 bis 100 Schlägen pro Minute erhält es dich am Leben.Ohne dein Herz wärst du nicht existent,du brauchst es.

Du hast zwei Augen mit denen du siehst,jedes Bild das auf deiner Netzhaut gespiegelt wird ist ein Unikat,du wirst es nie wieder sehen.Deine Ohren erfassen jeden noch so leisen Ton und deine Nase riecht den Regen genauso wie eine verbrannte Pizza im Ofen.Mit jedem Atemzug durchdringen dich neue Gerüche.Deine Geschmacksknospen auf der Zunge im Zusammenspiel mit dem Geruchssinn und den Nervenzellen sind fantastisch.

Du schmeckst was du riechst,du riechst und schmeckst was du siehst.Du fühlst alles.Es ist eine zusammenhängende Komplexität die (meistens) eine Harmonie bildet.

Du bist einzigartig,in jeder Hinsicht.

Wer bist Du?

Ein Mensch,ein Individuum.Idealistin,Träumerin,Perfektionistin und Realistin in einem.Detailverliebter Herzmensch,ein bisschen chaotisch,sammelst alles was dich bewegt in deinem Inneren.Du liebst Erinnerungen und Worte.Du vergisst nie.

Du bist Du.

…alles erzählt eine Geschichte.

Bunt…

Wand mit Schachbrettmuster ( ca. 6 Jahre schon),CD-Regal mit vielen CD’s,geliebte Bücher,eine Ganesha Figur aus Bali (2011,ein Geschenk).Seifenblasen,eine Quitschente aus Berlin,geliebte DVD’s,Hasenohren vom Erfurter Weihnachtsmarkt (2010).Eine signierte 7“ Vinyl von the Joy Formidable = ❤ und es hat allerhand Anstrengungen gekostet das Stück zu ergattern(2009).Eine pinke Luftgitarre,ein Geschenk der ehemaligen Mitbewohnerin,könnte man wegwerfen genauso wie die Missy.Schwarze Halbstiefel,noch nie getragen,trotzdem schön.Eine Shisha zum 18ten von einer ehemals sehr guten Freundin bekommen.Noch mehr geliebte CD’s,ein Bild im Stil einer optischen Täuschung,selbst gemacht.Ein Audrey Hepburn Poster & noch ein selbstgemachtes,darin ist zwei mal Pacman versteckt jedoch hat die Lehrerin das nie verstanden.Eine Box mit lachendem Gesicht,darin ziemlich viel Süßkram,Eine verzierte Holztruhe,darin Fotos.Noch mehr Bücher,Kabelsalat.Eine Tasche voll mit Buttons & der geliebte E-Bass.

Zwischen der Box und der Truhe die Box,die erinnerungstechnisch wohl die größte Bedeutung hat.Jeder Gegenstand ist Vergangenheit.

Ein Knicklicht von Supershirt und dazu gehörend die Eintrittskarte zum Egotronic Konzert vom 02.012.2011,rechts daneben ein Zettelchen zur Berechnung der molaren Masse,ganze 10 Jahre alt,aus einer der ersten Chemiestunden.(Ich wollte immer Chemielaborantin werden)…Briefe der Lieblingshalbfinnin mit Zeichnungen verziehrt.Die ersten chinesischen Essstäbchen die ich je in der Hand hatte.Ein Schokoriegel mit einem Namen drauf…(2006) eine schwarze Porzellankatze die ich als Glücksbringer von einer ehemals sehr wichtigen Person bekommen habe.Ebenso ein Post it mit einer Gitarre drauf von der selben Person.(beides 2002) Eine Muschel aus Rimini,das blaue ist ein Teelichthalter den ich in der Schule bauen musste,mittlerweile 12 Jahre her.Ein Flummi mit einem Schmetterling drinne aus dem Meeresaquarium,kurz vor einer schwerwiegenden Entscheidung an einem Kaugummiautomaten geholt.Eine Geburtstagskarte zum 18ten in der sich ein prägender,schöner und im nachhinein echt verletzender Satz zugleich befindet.Einer der verletzendsten die ich jemals gelesen habe…(2005) und ein Fotohalter mit einem verschrumpelten Luftballon dran dem sich einmal ein Gesicht befand.(November 2006).Ein Tennisball auf dem ein Name steht (Sommer 2009) und ein uralter Speiseplan aus einem verlassenen,riesigen Gebäude.(2010)

All diese Sachen sind Erinnerungen & Momente.All das hat dich geprägt,sei es positiv oder negativ.Die Zeit vergeht und du siehst was geblieben ist von all den Dingen.Du siehst,wie viel zerfallen ist,wie viel verkommen,vergessen.Doch du vergisst nichts.Es wäre eine Schande all das zu vergessen…

Alles was du erlebst,was du aufnimmst macht dich zu dem Menschen der du bist.Die Frage ist wie man mit allem umgeht,wie man Stärke beweist.Das Herz ist gefragt,in jeder Situation,in jedem Moment.Ohne Herz bist du nichts.

Das Herz der Lebewesen ist der Grundstock ihres Lebens, der Fürst ihrer aller, der kleinen Welt Sonne, von der alles Leben abhängt, alle Frische und Kraft ausstrahlt. Gleicherweise ist ein König der Grundstock seiner Reiche und die Sonne seiner kleinen Welt, des Staates Herz, von dem alle Macht ausstrahlt, alle Gnade ausgeht…

William Harvey

Entschuldigung.Du suchst nach etwas,das es hier nicht gibt.

Hallo.

Es gibt da sowas,das nennt sich Liebe.

Jedes Ich sucht ein Du, Sie laufen auf einander zu
prallen ab und rennen weiter, auf zum nächsten Rendezvous.

genau.

Wie sollte das Du sein?Gibt es den Traumpartner?

Ich denke eher nicht.Alles Illusionen.

Es gibt vielleicht jemanden,der den eigenen Idealvorstellungen nahe kommt.

Von mir selbst kann ich  behaupten,dass ich wohl eine gute Wahl wäre.

Ich kann kochen,backen,bin nett,treu,gutmütig,ehrlich,hab eine Menge Humor und und und…trotzdem scheine ich immer an die zu geraten,die nicht wissen was sie da haben.

Aber wahrscheinlich geht das vielen so.

Bist du nett,heißt es du bist nicht kritisch genug oder zu nett.Sagst du deine Meinung ist es auch nicht richtig.Sagst du nichts bist du gleich ganz raus.

Was will man eigentlich?Jemanden,der einen akzeptiert,mit allen Fehlern.Nichts für 3 Monate,5 Stunden und 24 Sekunden.Jemanden der Aufrichtigkeit beweist.Der einem nicht nur leere Worte in den Mund legt,der ein Ich Liebe Dich. sagen kann ohne dabei von Innen raus zu verschimmeln.Jemanden mit dem man lachen und weinen kann,bester Freund und Geliebter zugleich.

Ich will dich eisgekühlt am Stiel mit der Sonne im Zenit
doch kein Wunder ist so wirklich,
wie der Traum, der nie geschieht…

Und was das andere betrifft :

Du hängst die Fahne in den Wind ohne hochzuschaun‘ – Grund genug nicht auf dein Wort zu baun‘.