Dein Herz hast du im Kopf.

Laut griechischem bedeutet Mathematik so viel wie „die Kunst des Lernens.“Dennoch gibt es keine allgemein anerkannte Definition,sie ist eine Wissenschaft die sich der Logik bedient.Alles ist irgendwie definierbar,sei es noch so abstrakt.Im weitesten Sinne könnte man die Mathematik sogar zu den Geisteswissenschaften zählen,da sie durch die Anwendung der Logik dies mit der Philosophie gemeinsam hat.

Sie ist also ein Wunderkind das viele „Ableger“ hat die man Teilgebiete nennt.Ich mag Mathe (auch wenn ich es nicht kann.).Und Geometrie mögen die meisten.Das was wir in der Schule lernen nennt sich „Elementargeometrie.“Sie verläuft schön systematisch und strukturiert,beschäftigt sich vorzugsweise mit Punkten,Geraden,Winkeln,Ebenen,Abständen und all den anderen schönen,einfachen Dingen.Alles schön und unkompliziert,stur rechnen und zeichnen.Natürlich hat auch die werte Geometrie Unterkategorien,so wie alles…

Aber kennt ihr die Tangente ( lat. „berühren“)?Schaut sie euch mal an.Die Tangente berührt eine gegebene Kurve an einem bestimmten Punkt,ganz kurz.Gehen wir mal davon aus,die Tangente ist ein Mensch und die gegebene Kurve stellt eine Masse von Menschen dar,vielleicht sogar die ganze Gesellschaft.Sagen wir,die Tangente bin ich.

Da bin ich also,bin keine Passante die vollkommen an allem vorbeigeht und auch keine Sekante die mittendrin steckt.Ich bin die,die immer nebenan steht,die immer irgendwie für andere da ist und doch zu niemandem gehört.Ich bin so sehr wichtig für jeden,dass es schon grausam ist wie schnell ich nichtig bin.

Es ist keineswegs Neid oder Egoismus was hier spricht,denn so war ich noch nie.Es ist vielmehr das Unverständnis gegenüber den Menschen.Verlass dich auf sie und du bist verlassen.Heute bist du alles,morgen bist du nichts.Die wenigsten kommen auf die Idee  zu fragen wie es einem geht und schon gar nicht aus purem Interesse,viel mehr aus gezwungener Höflichkeit.Hauptsache man redet und gibt viel lieber noch leere Versprechen.

Manchmal wäre es mir lieber eine Passante zu sein,weniger menschlich sein ist wohl manchmal nicht verkehrt.Weniger Empathie,weniger menschlich sein = Sekante?Kann man irgendwie feststellen wie man als Mensch sein muss um vollständige Akzeptanz zu erfahren?Kann man dies durch kognitive Lernprozesse schaffen?Lernen am Modell?

Es heißt ja die Umwelt hat einen nicht unwichtigen Einfluss auf das eigene Verhalten.Stellt man ja auch oft genug selbst  fest,benutzt jemand zum Beispiel häufig ein bestimmtes Wort ( cool etc. ),so wird es mit Sicherheit schon bald vermehrt im eigenen Wortschatz auftauchen.Ergo : Umgib dich mit Arschlöchern und du wirst selbst zu einem.

Das will ich dann wohl auch nicht,gibt es ja schon genug…

Verhaltenspsychologie ist schon ganz interessant,ich beobachte so unglaublich gerne Menschen und analysiere,stelle Theorien auf usw.

Irgendwann hab ich mir mal geschworen,dass ich nie so wie andere sein will,nicht oberflächlich,möglichst frei von Vorurteilen,dass ich versuche alles zu verstehen,versuche niemanden bewusst zu verletzen,diplomatisch,dennoch kritisch bin.Loyal bis in den Tod und gerecht gegenüber anderen,mich für niemanden verändere,nur weil man meint ich sei nicht gut genug.Und vor allem aber,dass ich NIEMANDEN liegen lasse wenn es ihm schlecht geht oder mich abwende aus welchen Gründen auch immer,das gilt besonders für die,die mir am Herzen liegen.Da ich selber gut genug weiß wie es ist weggeworfen zu werden…

Und wäre ich aufgrund solcher Sachen halb so enttäuscht,würde ich doppelt so wenig nachdenken und dreifach so wenig schreiben,ernsthaft…eigentlich denke ich ja gerne nach.Wenn man sich über nichts Gedanken macht ist das auch nicht richtig…

Manchmal möchte ich weit,weit weg von allem,ohne zu wissen wohin…und ich weiß,hier muss ich definitiv weg.Und ich weiß auch,dass ich es nicht verdient habe vergessen zu werden.Wenn ich schon eine Tangente bin,dann bitte eine unvergessliche.Denn die Tangente vergisst nie jemanden oder etwas.Und  noch weniger wirft sie mit leeren Worten umher,weil jedes ihrer Worte von tief innen kommt.

In diesem Sinne : Wir lernen alle dazu,irgendwie.

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Ein Kommentar

  1. Dieser Eintrag gibt mir einen wunderbaren Einblick in deine Gedanken – und Gefühlswelt. Auch wenn ich Mathe nicht besonders mag (und es mich wohl genauso wenig ;D) fand ich es sehr interessant, wie du mathematische Gegebenheiten als Metapher benutzt und Vergleiche mit deinen Erfahrungen und Gefühlen ziehst. 🙂

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